Frühgeschichte

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Das Dorf Basedow liegt nordöstlich von Lauenburg, geschützt am Hang des nach Norden abschwenkenden hohen Elbufers und somit im Urstromtal der Delvenau.

Es ist im berühmten Zehntregister des Bischofs von Ratzeburg aus dem Jahre 1230 als bestehendes Dorf urkundlich nachgewiesen. Der Name deutet auf eine wendische Siedlung hin, die man "Basedowe" nannte, was übersetzt "Buchhorst" bedeutet.

Basedow gehört zum Kreis der uralten Siedlungsplätze in der südlichen Sadelbande, deren deutsche Besiedlung etwa um 1150 n.d.Z. anzunehmen ist.

Dass die Feldmark von Basedow aber bereits viel früher besiedelt war, beweisen die Funde aus der jüngeren Stein- und Bronzezeit.

Durch seine Lage am 1398 in Betrieb genommenen Stecknitz-Kanal, den man nach heutigem Sprachgebrauch als "nasse Salzstrasse" bezeichnen kann und auf dem unzählige Salzlasten im Laufe der Jahrhunderte von Lüneburg kommend nach Lübeck befördert wurden, hatte Basedow immer einen gewissen Anschluss an den Handel der Hanse.

Wichtige Daten

1230 Basedow wird zum ersten Mal urkundlich erwähnt, und zwar im Ratzeburger Zehntregister: In Basdowe gibt es zu dieser Zeit 8 Hufen (Höfe)

1526 gibt es die nächste Erwähnung Basedows, und zwar im Bederegister. Jetzt werden 10 Höfe genannt sowie ein wüster Hof. Das Dorf Wizoc, das 1230 mit 5 Höfen genannt war, ist zu dieser Zeit offensichtlich in Basedow aufgegangen. Es gibt erste namentliche Erwähnungen, darunter Heine Basedowe, dessen Nachkommen (jetzt Basedau geschrieben) über Jahrhunderte den Bauernvogt stellten und noch heute den größten Bauernhof führen

1581 findet sich der erste Hinweis auf die Existenz der Kapelle in Basedow

1683 wird erstmals vom Schulunterricht in Basedow berichtet: seit 8 Jahren unterrichtet hier Berend Müller lesen und schreiben

1723 wurde eine Vermessungskarte aller Flurstücke erstellt, in der den Höfen die Namen der Besitzer zugeordnet sind. Im Zusammenhang mit den seit 1743 überlieferten Kirchenbüchern, den Schuld- und Pfandprotokollen seit 1861, den Erb-, Überlassungs- und Abfindungskontrakten aus dem 19. Jahrhundert und den erst seit etwa 1900 geführten Grundbüchern lässt sich seit dieser Zeit die Besitzerfolge auf den Höfen nachweisen

1772 wurde die erste große „Verkoppelung“ durchgeführt, d.h. die oft nur wenige Meter breiten aber mehrere hundert Meter langen Felder wurden in besser bewirtschaftbare Grundstücke umgewandelt und durch die „Holsteiner Knicks“ abgegrenzt

1855 Basedow hat 178 Einwohner, in der Kapelle wird einmal jährlich – zu Michaelis – ein Gottesdienst gehalten

1862 Basedow verfügt über 63 Pferde, 234 Stück Rindvieh, 110 Schafe, 60 Schweine, 167 Bienenstöcke

1864 27 Kinder besuchen die Dorfschule

1868 Die Kapelle wird neu erbaut, und zwar etwa 10 m vom ursprünglichen Standort entfernt

1872 Basedow verfügt über einen Briefkasten

1875 Das Meierrecht wird aufgehoben. Die Bauern erhalten dadurch das volle Eigentumsrecht an ihren Höfen und ihrer Landwirtschaft

1904 seit dieser Zeit sind namentliche Listen der Basedower Schüler überliefert

1908 sind es 183 Einwohner

1918 8 Kriegsteilnehmer fallen im Ersten Weltkrieg. Die Basedower Einwohner werden durch Sparmaßnahmen und Zwangsabgaben schwer in Mitleidenschaft gezogen

1933 wird die Freiwillige Feuerwehr gegründet

1939 besuchen 24 Kinder die Dorfschule

1945 Rund um Basedow finden die letzten schweren Kampfhandlungen des Zweiten Weltkrieges statt. Basedow nimmt 380 Flüchtlinge auf. Manche reisen nach weinigen Tagen weiter, manche finden hier eine neue Heimat

1948 die Zahl der Schüler ist auf 113 gestiegen, nur etwa 1/3 sind Einheimische

1950 Basedow hat 422 Einwohner

1954 wurde infolge der Entwicklung immer größerer landwirtschaftlicher Maschinen und wissenschaftlicher Erkenntnisse über höhere Ertragsmöglichkeiten auf den Feldern eine erneute Flurbereinigung durchgeführt

1964 fasst die Gemeindevertretung den Beschluss, das Dorf um ein Wochenendgebiet zu erweitern, ab 1970 werden die ersten Grundstücke bebaut

1968 wird die einklassige Dorfschule aufgelöst und mit anderen Dorfschulen zur Dörfergemeinschaftsschule Lütau zusammengeführt

1997 ein Kindergarten wird gegründet

2004 wird in den Gemarkungen Basedow und Lütau ein Windpark angelegt

2013 ist die Einwohnerzahl auf 659 angewachsen, die Gemeinde umfasst ein Gebiet von 747 ha

Dorfchronik

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Sie wollen mehr über Basedow wissen? Dann schauen Sie in unsere Dorfchronik "Basedow - Geschichte eines Dorfes":

  • Was gibt es über die Bauernhöfe zu erzählen?
  • Wann wurde die Kapelle erbaut?
  • Was bedeutet der Name Basedow?
  • Was und wie haben die Kinder vor 200 Jahren in der Dorfschule gelernt?
  • Wie bekämpfte man Brände, bevor es eine Freiwillige Feuerwehr gab?
  • Woher nahm man früher das Trinkwasser?
  • Wie hat sich unser Dorf in den vergangenen Jahrhunderten entwickelt?
  • Wie und wo wurde gefeiert?

Diese und viele weitere Fragen werden in der Chronik beantwortet. Aber auch die "Neuzeit" wird angesprochen - z. B. der Campingplatz und die Siedlung am Lanzer See bis hin zur neuesten Errungenschaft, der Übernahme eines modernen Löschfahrzeuges durch die Freiwillige Feuerwehr 2009.

208 Seiten und 200 Abbildungen bieten jedem eine reiche Fundgrube.

Sie erhalten die Dorfchronik während der Bürgermeistersprechstunde oder bei Harald Oelker (Harald.Oelker@web.de oder 04153-582839) für 20,- €.

Nachträge zur Chronik stehen hier als PDF-Datei zur Verfügung und können heruntergeladen und ausgedruckt werden:

Basedow topo
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende, SRTM | Kartendarstellung: © OpenTopoMap (CC-BY-SA)

Basedow

an Lanzer See und Elbe-Lübeck-Kanal

https://opentopomap.org/#map=13/53.41608/10.66206

Kontakt

Bürgermeister

Hans-Dieter Lucht
Finkenstieg 3
21483 Basedow

Telefon: +49 (0) 4153 - 52 669

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Kameradschaftskasse Feuerwehr Basedow

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